Ausbildungsmesse Berufseinstieg für (H)ALLE
Partnerschaftliche Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen
HalleWestfalen. Nach fünf Stunden Ausbildungsmesse „Berufseinstieg für (H)ALLE“ am vergangenen Freitag (30. Januar) in der Gesamtschule Halle war dem Orga-Team des azubi-channels die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Hinzu kam bei ihnen dann ein Lächeln, als sich Bürgermeister Thomas Tappe nach Veranstaltungsende mit Blumen und kleinen Präsente sowie lobenden Worten bei Kim Julia Kapovits (August Storck), Kerstin Panhorst (Diakonie Kirchenkreis Halle) und Yannick Köhne (Köhne Elektrotechnik) sowie beim Schulleiter Matthias Geukes für deren Engagement bedankte. „Sie haben eine großartige Messe für unsere Haller Schülerinnen und Schüler veranstaltet, die zukunftsweisende Perspektiven in eine mögliche Berufswelt darstellen“, so Thomas Tappe, „und hat uns gezeigt, wie wertvoll die Arbeit des azubi-channel HalleWestfalen ist. Der bringt Schulen und Unternehmen zusammen und zeigt auf, dass nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit Betriebe und Ausbildungsinteressierte zueinanderfinden können.“

Mit dieser Premierenveranstaltung hat die Stadt Halle einen signifikanten Schritt vollzogen und den Unternehmen vor Ort die Möglichkeit eingeräumt, für ihre Ausbildungsplätze zu werben. Natürlich waren auch wir von der Diakonie mit dabei – inklusive unserer Auszubildenden Jannis Feldmann und Michael Schnathorst (Kauffmann für Büromanagement) und Frederik Harz (Pflegefachmann). Letzter stellte sich beim Azubi-Talk auch den Fragen von Moderatorin Kim Julia Kapovits und erklärte, was das wichtigste sei, was man in seinem Beruf braucht: „Ein offenes Herz“.

„Trotz zahlreicher offenen Stellen finden vielfach Firmen und Suchende nicht zusammen“, sagt die Städtische Wirtschaftsförderin Susanne Künstler, „und mit dieser unserer Ausbildungsmesse haben wir aufgezeigt, dass junge Menschen beste Chancen haben in eine Ausbildung einzusteigen.“ Gekommen waren mehr als 800 Schülerinnen und Schüler der Haller weiterführenden Schulen. Angefangen vom Berufskolleg, Bernsteinschule, Kreisgymnasium bis zur gastgebenden Gesamtschule, mit ihren jeweiligen Jahrgangsstufen 8 bis 12, die sich an 36 Präsentationsständen von Firmen, Organisationen und Institutionen informieren konnten. „Ich bin davon überzeugt, dass eine solche Ausbildungsmesse in einer Schule ein ganz anderes Flair hat, als wenn dies in anonymen Messehallen ausgetragen wird“, sagt Projektleiter Frank Hofen vom azubi-channel, „denn, egal welche Schule die Schülerinnen und Schüler betreten, diese Räumlichkeiten sind nicht fremd und sie zeigen so auch ein gewisses Selbstbewusstsein.“

Der inhaltliche Austausch fand im Wesentlichen im Pädagogischen Zentrum statt, wo sich die Stände befanden. Es wurden Mitmachaktionen angeboten und um in einen Meinungsaustausch zu kommen, wurden Laufkarten verteilt. Wer letztlich an drei abgestempelten Gesprächen teilgenommen hatte, nahm an einer Verlosung teil. Dieses verpflichtende Element war von Vorteil, wie dies auch Geschäftsführer Christian Brinkkötter von Holz Speckmann, der zeitweise beratend seine Mitarbeiter am Infostand unterstützte, bestätigte. „Ich finde, so müssen sich Ausbildungsmessen präsentieren: innovativ, unterhaltsam und inspirierend. Wir konnten mindestens 150 Interessierte bei uns begrüßen, die sich nach beruflichen Möglichkeiten erkundigt haben“, so das Fazit des Inhabers großer regionaler Fachmärkte. Die Idee, eine andere Form einer Ausbildungsmesse zu gestalten wurde bestens umgesetzt, den an den Ständen fanden vielfältige Aktionen statt. Bei unserem Diakonie-Stand konnte unter anderem der care Table, ein digitaler Aktivierungstisch für Senior*innen, woqie eine Reha-Puppe ausprobiert werden unter der Anleitung unserer Ausbildungskoordinatorin Jana Rohde.

Ein markanter Bestandteil der Messe war der Austausch untereinander und so kamen in sechs unterschiedlichen Kommunikationsrunden sowohl Firmenvertreter als auch Auszubildende zu Wort. Sich kurz fassen mussten verschiedene Firmenvertreter bei ihrem JobSlam, denn für die werbliche Darstellung ihres Unternehmens standen ihnen nur zwei Minuten zur Verfügung – für unsere Jana Rohde reichten sogar 50 Sekunden um den Pflegeberuf auf den Punkt zu bringen.

Abgerundet wurden die Angebote mit verschiedenen Referaten, so vom Münsteraner Christoph Korves. Der Coach für Berufs- und Karriereberatung erklärte in fünf Schritten, wie ein Ausbildungsweg aussehen kann. Dazu gehören beispielsweise bei Bewerbungsunterlagen auch passende Bilder. Wie die auszusehen haben, zeigte wiederum Michael Mörke vom Haller Fotostudio, der in einem Aufenthaltsraum mit seinem fototechnischen Equipment ein Studio aufgebaut hatte: „Heute sind zwar Handyfotos immer angesagt, doch die sollte man bei Bewerbungen besser nicht versenden.“

Da diese Berufseinstiegsmesse für die Schülerinnen und Schüler zugleich auch eine Pflichtveranstaltung war, hatte sich auch dementsprechend Lehrpersonal von den Haller Schulen eingefunden. So war Michael Geukes als Schulleiter der Gesamtschule sozusagen Co-Gastgeber an diesem Freitagvormittag und er wurde natürlich vom Bürgermeister ebenfalls mit einem Blumenstrauß bedacht. Sein Fazit lautet: „Das schreit geradezu nach einer Wiederholung.“
Am „Berufseinstieg für (H)ALLE“ waren beteiligt: Alleima Engenieering GmbH, August Storck KG, azubi-channel HalleWestfalen, BANG Netzwerke, Bauunternehmen Lohöfer-Marotz, Berufsberatung und Arbeitsagentur, Berufskolleg Halle (Westf.), Caljan GmbH, Court Hotel, Coveris Flexibles Deutschland, Diakonie im Kirchenkreis Halle, ERIKS Deutschland GmbH, Fotografie Mörke, Gartencenter Brockmeyer, Gebr. Recker GmbH, Holz Speckmann, JobDialog, Jobotec GmbH, KAEFER Deutschland Pro Services GmbH, KK Keppel & Kompagnon GmbH, Klinikum Bielefeld/Universitätsklinikum OWL, Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld, Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück, Landhotel Jäckel, Marktkauf Speicher, Mondi Halle GmbH, Nagel Group Logistics SE, Pentair Jung Pumpen, Spie SAG GmbH, Stadt Halle (Westf.), Tageseinrichtungen für Kinder im Ev. Kirchenkreis Halle, Tischlerei Vollmer, Volksbank Halle/Westf. eG, Weidich Haustechnik GmbH, Wellmann Engineering GmbH und Wilhelm Köhne Elektrotechnik.